CSR-Berichtspflicht für große Unternehmen

Das gesellschaftliche Engagement ist für viele Unternehmen ein wichtiger Bestandteil der Firmenkultur. Ob Spenden, Volunteering-Programme oder durch eine eigene Stiftung – es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten aktiv zu sein. Und selbstverständlich berichten die Firmen darüber – manchmal etwas übertrieben (Stichwort „Green-Washing“), manchmal verstecken sie ihren tatsächlichen Einsatz in dürren Worten auf der Website oder in einem Geschäftsbericht.

Im März 2017 beschloss der Bundestag das „Gesetz zu CSR-Berichtspflicht“. Es gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2017. Demnach müssen

  • Kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften, Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern und Bilanzsumme von 20 Mio. Euro oder Umsatzerlösen von 40 Mio. Euro
  • Haftungsbeschränkte Personengesellschaften und Genossenschaften mit mehr als 500 Mitarbeitern

bereits für das Geschäftsjahr 2017 auch über ihr soziales und ökologisches Handeln Rechenschaft ablegen. Details sowie ein Berichtsschema sind unter http://www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de/de/startseite.html zu finden.

Auch wenn die Berichtspflicht nur für Großunternehmen und Konzerne gilt, sollten gerade größere und international agierende gemeinnützige Organisationen sowie mittelständische Unternehmen, die für Konzerne etwa im Bereich CSR tätig sind, sich mit der Berichterstattung auseinandersetzen.